Unser WHY

»Encourage to engage«

Wir haben beschlossen, die alten Arbeits­systeme von Gegen­einander, Macht, Hierarchie, höher, schneller, größer nicht weiter zu unterstützen.

Sie machen im digitalen Zeit­alter einfach keinen Sinn mehr. Ganz abgesehen davon haben sie uns noch nie besonders gut getan. Das erleben wir jeden Tag in unseren Projekten, das belegen genügend Studien über unglückliche und unzufriedene Mit­arbeiter, über ineffiziente Projekte.

Wir wollen stattdessen einen Beitrag für ein neues und gutes Arbeiten leisten. Für glückliche und zufriedene Mit­arbeiter. Für Führung, die die Menschen sieht und entwickelt. Für einen achtsamen Umgang mit uns selbst und unseren Ressourcen. Für neue, gemeinschaftliche Arbeitsweisen, die Komplexität und Schnelligkeit Stand halten können, die kompatibel mit den Anforderungen der digitalen Zeit sind.

Aber in erster Linie wollen wir Menschen ermutigen, ihrer Intuition zu trauen, dass Arbeiten auch anders, nämlich leichter und mit Spaß gehen kann – trotzdem verantwortungs­bewusst, effizient und unter­nehmerisch.

Diesen Menschen wollen wir eine Unter­stützung sein – für ein zeit­gemäßes Arbeiten und Miteinander, eine neue Haltung und neue Systemen.

Deshalb haben wir Les Enfants Terribles gegründet.

Statt eines Manifests

Wir haben lange an einem Manifest für uns gearbeitet, waren aber nie glücklich damit. Eines Tages haben wir durch Zufall dieses Gedicht von Peter Handke entdeckt. Und fanden, dass wir besser und treffender nicht sagen könnten, was uns bewegt. Seither begleiten uns diese Worte. Wir danken Suhrkamp für die Erlaubnis, sie zu verwenden.

Spiele das Spiel
Gefährde die Arbeit noch mehr.
Sei nicht die Hauptperson.
Such die Gegenüberstellung.
Aber sei absichtslos.
Vermeide die Hintergedanken.
Verschweige nichts.
Sei weich und stark.
Sei schlau, lass Dich ein und verachte den Sieg.
Beobachte nicht, prüfe nicht,
sondern sei geistesgegenwärtig bereit für die Zeichen.
Sei erschütterbar.
Zeig Deine Augen,
wink die anderen ins Tiefe,
sorge für den Raum und
betrachte einen jeden in seinem Bild.
Entscheide nur begeistert.
Scheitere ruhig.
Vor allem hab Zeit und nimm Umwege.
Lass Dich ablenken.
Mach sozusagen Urlaub.
Überhör keinen Baum und kein Wasser.
Kehr ein, wo Du Lust hast und gönn Dir die Sonne.
Vergiss die Angehörigen, bestärke die Unbekannten,
bück Dich nach Nebensachen,
weich aus in die Menschenleere,
pfeif auf das Schicksalsdrama,
missachte das Unglück,
zerlach den Konflikt.
Beweg Dich in Deinen Eigenfarben,
bis Du im Recht bist und
das Rauschen der Blätter süß wird.
Geh über die Dörfer.
Ich komme Dir nach.

Textauszug aus Peter Handke, Über die Dörfer.
Dramatisches Gedicht. @Suhrkamp Verlag Frankfurt am Main 1981.
Alle Rechte bei und vorbehalten durch Suhrkamp Verlag Berlin.